Die Geschichte des Kaffees

Die Geschichte des Kaffees beginnt vor mehr als 1.000 Jahren. Der Legende nach war es ein Hirte aus Äthiopien, der die belebende Wirkung der Kaffeebohne entdeckte. Ein Teil seiner Ziegenherde knabberte an einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten. Bis spät in die Nacht sollen die Tiere der überlieferten Geschichte nach hellwach gewesen sein. Der Hirte kostete daraufhin ebenfalls von den Kirschen des unbekannten Strauches und soll so die belebende Wirkung entdeckt haben. Der Ziegenhirte machte durch diesen Zufall die Provinz Kaffa im heutigen Äthiopien zur Urheimat der Kaffeepflanze.

Erste Kultivierung der Kaffeepflanze im 15. Jahrhundert

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts kultivierten Bauern die Kaffeepflanze erstmals im Jemen. Über die Hafenstadt Mokka verschifften Kaufleute die Kaffeebohnen in alle Teile Arabiens. Lange Zeit blieb der Kaffeeanbau aber noch das große Geheimnis der Araber. Sie sicherten sich somit das Monopol und beherrschten in dieser Periode den gesamten Kaffeehandel der Welt.

Im Zuge der Kolonialisierung wurde die Kaffeepflanze in alle Teile der Welt verschifft. Von dieser Zeit an wurde Kaffee außerhalb des Jemens angebaut. Zuerst wurde die Kaffeepflanze auf Sri Lanka heimisch, schon kurz darauf folgten Inseln wie Java und Martinique, die sich ebenfalls dem Kaffeeanbau widmeten.

Augsburger schreibt das erste Mal über Kaffee

Der Augsburger Arzt Leonhard Rauwolf bereiste in den Jahren 1573 – 1576 den vorderen Orient und lernte in Aleppo den Kaffee kennen.
In seinem Reisebericht aus dem Jahr 1582 beschreibt er als erster Europäer das Getränk.

„Under andern habens ein gut getraenk / Chaube von jenen genennt / das ist gar nahe wie Dinten so schwartz / unnd in gebresten / sonderlich des Magens / gar dienstlich.“

Lecker. Schwarz wie Tinte. Und gut bei Magenbeschwerden. Der Augsburger wusste zu diesem Zeitpunkt wohl nicht, dass er gerade das beliebteste Getränk – nach Wasser- beschreibt. Er legte den Grundstein für die europäische Kaffeekultur. Durch seinen Reisebericht wurden Händler auf die Kaffeebohne aufmerksam. Sie brachten zunächst kleine Proben nach Europa. Doch schon bald importierten mutige Kaufleute den Kaffee säckeweise. Zum Glück: denn wäre Leonhard Rauwolf nicht gewesen, hätte es vielleicht die Schwarze Kiste in Augsburg nie gegeben.

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